ISO 9001:2000
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ISO Zertifizierung Spital und Pflegeheim

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Presse

Sense - Freitag 22. September 2006,

«Ein wichtiger Meilenstein»
Spital Tafers erhält ISO-Zertifikat 9001:2000
Mit dem Erhalt des Qualitätszertifikats ISO 9001:2000 haben Spital und Pflegeheim Tafers ein wichtiges Ziel erreicht. Nun gelte es, das Erreichte zu festigen und weiterzuentwickeln, wurde an der Übergabefeier mehrfach betont.
Von IMELDA RUFFIEUX

Vor fast genau drei Jahren fiel der Startschuss, um das Qualitätsmanagement in Spital und Pflegeheim des Sensebezirks in Tafers einzuführen. «Ziel war es, die Prozesse zu überprüfen, sie anzupassen und zu dokumentieren», hielt Spitaldirektor Robert Overney an der gestrigen Feier fest. Man habe ein Instrument schaffen wollen, das auch lebbar sei. Deshalb seien in dieser Zeit intensive Gespräche geführt worden, was in diesem Betrieb richtig sei und was geändert werden müsse.
Nach Vorauditen im Frühling in beiden Institutionen waren Mitte August fünf Personen der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) im Haus, um die Prozesse anzuschauen und zu prüfen, ob nach dem neu eingeführten System gearbeitet wird.
Mit gleichem Elan weiter
Der Spitaldirektor dankte den Mitarbeitern für ihren Einsatz. Man könne sich aber jetzt nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Er rief dazu auf, mit dem gleichen Elan weiterzuarbeiten. Rafael Sinniger vom SQS unterstrich, dass der Erfolg nur durch das Engagement des ganzen Teams erzielt werden konnte. «Es ist aber nicht nur eine Anerkennung, sondern auch eine Verpflichtung. Solange das Zertifikat in den Räumen hängt, soll jeder sein Denken und Handeln kritisch hinterfragen, um weiterhin erfolgreich zu sein.»
In die gleiche Richtung äusserte sich Markus Jost. Der Vize-Spitaldirektor trug als Q-Manager die Verantwortung für den Zertifizierungsprozess. «Wir haben einen wichtigen Meilenstein erreicht», betonte er an der Zertifizierungsfeier, zu der alle Mitarbeitenden eingeladen waren. Die Arbeit habe in einem kleinen Team angefangen und am Schluss das ganze Spital umfasst. Nun gelte es, das System zu platzieren und weiterzuentwickeln.

Der Weg ist das Ziel
In der Schweiz gibt es immer mehr Spitäler, die sich zertifizieren lassen. Spitaldirektor Robert Overney erklärt, wie wichtig dieser Prozess ist.
Mit ROBERT OVERNEY sprach IMELDA RUFFIEUX

Warum eine ISO-Zertifizierung?
Ziel war es, unsere Arbeitsabläufe zu überprüfen, um allfällige Doppelspurigkeiten aufzudecken und Synergien zu finden. Nicht die Zertifizierung war das Ziel, sondern der Prozess, dahin zu gelangen.
Konnte das Ziel erreicht werden?
Ja, wir konnten einige Arbeitsabläufe vereinfachen, zum Beispiel die Anmeldung beim Empfang. Die Dokumente aller drei medizinischen Disziplinen wurden auf einen Nenner gebracht. Auch im Personalwesen und in der Führungslinie wurde alles sauber dokumentiert und klar geregelt.
War es ein mühsamer Prozess?
Mühsam würde ich nicht sagen, aber sehr aufwendig. Es brauchte zum Beispiel viel Überzeugungsarbeit, die drei Disziplinen zusammenzuführen und für alle die gleichen Abläufe festzulegen. Der Rest war dann eher Fleissarbeit.
Haben Sie den vor drei Jahren gefassten Entscheid nie bedauert?
Nein, es war ein guter Entscheid und ich bin froh, dass wir es durchgezogen haben. Ich kann es allen Institutionen nur empfehlen. Weniger wegen des Zertifikats, das als Leistungsausweis gegen aussen dient, als für die interne Arbeit, die der Institution sehr viel bringt.
 

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