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Seit einigen Wochen implantieren wir in der
Hüftprothetik einen modernen, neu entwickelten, zementfreien,
modular-anatomisch geformten Schaft. Damit verfügt unsere Klinik über ein
komplett zementfreies System (Schaft und Pfanne).
Indikation:
- Junge Patienten
- Ältere Patienten mit guter Kortikalis (Die Knochensubstanz
entscheidet über die Art der Prothese)
Vorteile gegenüber der zementierten Prothese:
- Verkürzung der Operationszeit um 25 Minuten, dadurch Verringerung
des Blutverlustes und Verkürzung der Narkosezeit
- Reduzierung von Fremdmaterial (Zement)
- Keine eventuelle Hitzeschädigung währen der Phase der Zementhärtung
- Vermeidung von Fettembolien, welche während der Zementierungsphase
beschrieben werden
Nachteil:
- bei späterem Prothesenwechsel größerer Knochenverlust wegen
Osteointegration.
SBG-Schaft

Der seit 1990 eingesetzte, anatomisch geformte SBG-Schaft entspricht
den natürlichen Gegebenheiten des proximalen Femurs.
Das zementfreie System mit Rechts-Links-Variante ist mit
HAK-Beschichtung (Hydroxylapatitkeramik) verfügbar.
Der SBG-Schaft ist das Resultat einer Reihe von Versuchen, eine der
Markhöhle entsprechende, also anatomische Form zu erreichen, die den
natürlichen Gegebenheiten des proximalen Femurendes möglichst nahe kommt.
Durch diese Anpassung wird ein sehr großer Flächenkontakt zwischen
Implantat und Knochen erreicht und dadurch Druckspitzen vermieden.
Diese zementfreie Version besteht aus der in der Endoprothetik seit
Jahren bewährten hochfesten Titanlegierung Ti-6Al-4V und erfüllt auch
durch ihr Design alle Anforderungen an eine sichere, qualitativ
hochwertige Hüftendoprothese. Der proximale Schaftanteil ist mit
Hydroxylapatitkeramik beschichtet, um auch bei schlechter Knochenqualität
eine rasche Osteointegration zu erreichen, die eine frühe Vollbelastung
des Implantates ermöglicht. Der distale unbeschichtete Bereich ist
edelkorundgestrahlt.
Nachbehandlung zementfreier Prothesenschäfte:
- Fadenentfernung 14.T postop.
- Mobilisation mit 20 kg Teilbelastung während 6 Wochen unter
Thromboembolieprophylaxe, dann Rx-Kontrolle und Aufnahme der
Vollbelastung
- Gehtraining während des Spitalaufenthaltes bis zur
Selbstständigkeit, je nach Verlauf evtl. Gehtraining durch ambulante
Physiotherapie.
- Ambulante Physiotherapie mit Kräftigung der Abduktorenmuskeln erst
nach Aufnahme der Vollbelastung.
- Erneute radiologische Kontrolle 3 Monaten postop. zur Beurteilung
der ungestörten Osteointegration des Schaftes
- Jahreskontrolle
Dr. Christoph Marti, Chefarzt
Dr. Ziad Al-Momani, Oberarzt |